| »Klasse verbinden« – Luxemburg 2/2016 im Druck

August 2016

Das neue Heft 2/2016 »KLASSE VERBINDEN« ist im Druck. Es erscheint diesmal als Koproduktion zwischen der LuXemburg und der US-amerikanischen Zeitschrift Jacobin.

Jacobin wurde 2010 von Bhaskar Sunkara gegründet und hat sich seitdem zu einer führenden Stimme der dortigen Linken entwickelt. Mit seinem originellen Design und einer für die Linke in den USA ungewöhnlich undogmatischen und zugleich radikalen Perspektive auf Analyse und Politik hat Jacobin in der Post-Occupy-Ära eine offensichtliche Leerstelle geschlossen. Ähnlich wie die LuXemburg versteht sich Jacobin als ein ›organisierendes Medium‹, das kritische Analysen einer breiten Leserschaft zugänglich macht und für einen radikalen Politikwechsel, einen ›democratic socialism‹ eintritt.
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| Debatte: Occupy Machiavelli. Zwischen verbindender und strategischer Partei

August 2016
Von Mimmo Porcaro

Die Krise der Massenpartei als eine Form politischer Organisation der subalternen Klassen war Ende des 20. Jahrhunderts offenkundig: Gerade wegen des Erfolgs jenes Parteityps war dies eine irreversible Krise. Die Massenpartei war dadurch gewachsen, dass sie Einzelne und Assoziationen in großer Zahl einbezog. Mit der Heterogenität dieser Subjekte umzugehen, brachte indes zunehmend Probleme. Es war ihr gelungen, »die Massen in den Staat hineinzuführen«. Im Zuge dessen hatten sich jedoch aktive Parteimitglieder in Manager verwandelt und die Parteiführung war Teil der Elite des kapitalistischen Staates geworden, Regierungsschicht.
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Neue Klassenpolitik »

| Ein unmoralisches Angebot. Die LINKE als Partei gewerkschaftlicher Erneuerung

Die Gründung der Partei die LINKE im Jahr 2007 steht auch für eine Schwächung der sozialdemokratischen Hegemonie innerhalb der Gewerkschaften. Diese war seit den 1990er Jahren brüchig geworden, doch insbesondere im Zuge der Massenproteste gegen die Agenda-2010-Politik hatten sich Teile der Gewerkschaften endgültig von der neoliberalisierten SPD gelöst. Die Linke konnte in diese Lücke vorstoßen und sich als starke Minderheitenströmung in den Gewerkschaften etablieren. Gleichzeitig steht sie vor der Aufgabe, ihre Verankerung bei den gewerkschaftlich organisierten Lohnabhängigen auszubauen und ihren ›Gebrauchswert‹ für die Kämpfe um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu erhöhen.1
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Europa links »

| Mehr als Helfen und Organisieren. Von Solidarity4all zum Aufbau materieller Macht

»Die Beteiligung der Menschen an der Entwicklung, Ausübung und Kontrolle öffentlicher Angelegenheiten ist notwendig, um den Protagonismus zu erreichen, der eine umfassende Entwicklung der Menschen erst garantiert – und zwar sowohl individuell als auch kollektiv.« (Artikel 62 der Bolivarianischen Verfassung Venezuelas von 1999)

Um diesen Anspruch zu verwirklichen, nennt die Verfassung Venezuelas – beispielsweise in Artikel 70 – eine Reihe weiterer Formen, mit denen Menschen ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten entfalten können, wie etwa »Selbstverwaltung, Kooperativen aller Art […] und andere Zusammenschlüsse, die vom Prinzip der gegenseitigen Zusammenarbeit und Solidarität geleitet sind« (Harnecker 2015, 70).
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Re:Organisieren »

| Goodbye Sanders? Warum die ›politische Revolution‹ noch nicht am Ende ist

Manche seiner Unterstützer*innen mögen enttäuscht sein, dass Bernie Sanders nicht zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde. Angesichts des Momentums seiner Kampagne schien für einen Augenblick das Unmögliche möglich. Allerdings war ein Sieg Sanders von Anfang an undenkbar – zu groß sind die Machtressourcen des Partei-Establishments und zu manipulativ ist der Wahlprozess, wie die Mitte Juli 2016 geleakten E-Mails der Parteiführung noch einmal bezeugen, in denen die Entschlossenheit, Sanders Kandidatur um jeden Preis zu verhindern, offensichtlich wurde. Anstatt einem historischen Pessimismus zu verfallen, ist es darum sinnvoll, sich in Erinnerung zu rufen, dass Sanders bereits jetzt vieles erreicht hat.
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